Arlette Gruoner digital dialogues

Corona und die Tränen des Einzelhandels

A: Mir tut der Einzelhandel leid. Die Coronakrise zerstört so viele davon.

D: Mir tun sie nicht leid. 

A: Ich habe kein Verständnis für deine harte Haltung.

D: Mir tut der Einzelhandel auch leid –  weil er unbeweglich ist. Schon lange vor Corona.

A: Was sollen sie denn machen, alle eine Online-Shopping-Plattform entwickeln? Die Menschen lieben und wollen Läden.

D: Ganz genau. Wie wäre es mit Omni-Channel-Lösungen – die digitale Welt verbindet sich mit der analogen und ergänzt sich.

A: Wie denn zum Beispiel?

D: Ich bin absolut für support your local dealers. Ich will mich aber nicht umsonst auf den Weg machen. Ich bestelle Online meine Schuhe, hinterlege sie, gehe hin, probiere, werde beraten, kaufe. Nur ein Beispiel.

A: Ich glaube, viele scheuen sich vor hohen digitalen Investitionskosten.

D: Gute Ideen müssen nicht teuer sein. Die meisten haben doch klein angefangen. Jeff Bezos in seiner Garage.

A: Ich würde mich auch für regionale Produkte und lokale Läden stark machen. Gerade durch Corona ist ein starkes Bedürfnis nach echter Kundennähe wieder stärker da.

D: Regionale Produkte einbinden in die digitale Welt – großartige Idee! Die Biometzger mit hochwertigem Fleisch und viel Transparenz und Ethos könnten sich zusammenschließen und Online für sich werben. Klar ist, die einzelnen Läden müssen sich anderen öffnen und sich zusammenschließen.

A: Ich denke mir das oft über Verlage. Würden die sich alle zusammentun, hätten sie eine große Chance gegen Amazon.

D: Brilliante Idee – das sollten sie tun!

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