Arlette Gruoner digital dialogues

Digitalisierung muss nachhaltig sein!

A: Tanker und hoher Stromverbrauch leuchten als Problem der Klimaerwärmung ein, aber wie sieht es mit der Energie für Datencenter aus? Neue digitale Projekte müssen mit Blick auf Nachhaltigkeit entstehen.

D: Absolut. Es ist nötig und die Gewinner der Zukunft denken das schon mit. Zum Glück gibt es hier einen neuen Fokus. Zum Beispiel, wenn es um Public Clouds geht. Da könnten bis zu 60 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. 

A:  Hört sich viel an.

D: Ist es auch. So viel, als würde man 22 Millionen Autos aus dem Verkehr ziehen. Die Hälfte aller PKWs in Deutschland. 

A: Generell braucht man für das Thema Nachhaltigkeit sicherlich Veränderung in jedem Bereich.

D: Genau. Wir brauchen neue Ideen, global ausgerichtet. Ohne dabei an einen neuen Markt zu denken, geht das nicht. Ohne Anreize bleibt es eine Nische.

A: Wenn nicht alle mitmachen, ist es nichts als ein Tropfen auf den heißen Stein.

D: Das Thema Daten und Digitalisierung ist in diesem Zusammenhang wichtig. 

A: Inwiefern?

D: 80 Prozent aller in Europa generierten Daten bleiben ungenutzt. Europa könnte diese Daten gut gebrauchen. Auch, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die für die Werte der europäischen Union sprechen. 

A: Für mich steht die EU zwar nicht flächendeckend für ein Bewusstsein für Umweltschutz, im Vergleich zu anderen Ländern und Kontinenten aber sicherlich schon. Umweltschutz ist traditionell supranational.

D: Ja, es ist ein Muss-Thema für die EU: Datencenter kosten Energie. Wenn diese ungenutzte Daten speichern, ist das Wahnsinn. 

A: Da kommt dein Credo eines freien Datenzugangs wieder ins Spiel.

D: Ja, für eine nachhaltige Zukunft. Europa sollte hier endlich was tun. 

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